Das Rabbitopia-Zeichen: ein Hase aus 1280 Lichtpunkten.

Rabbitopia

Künstlerische Positionen zur digitalen Welt von morgen.

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Rabbitopia ist ein künstlerisches Label. Hier entstehen Arbeiten zu technischen, gesellschaftlichen und philosophischen Fragen des Informationszeitalters.

Viele Vorgänge, die unseren Alltag ordnen, bleiben unsichtbar: Daten werden sortiert, verknüpft und gewichtet, ohne dass jemand dabei zusieht. Rabbitopia übersetzt solche Vorgänge in Bild und Bewegung. Die Arbeiten sind Versuche, Veränderungen früh wahrzunehmen und zur Diskussion zu stellen.

Niemand kennt die digitale Welt von morgen. Man kann aber heute genauer hinsehen, wie sie entsteht.

Mensch und Maschine

Wann wird aus Information Wissen und aus Wissen Erinnerung?

Jahr 1834 in der Werkfassung: Drei umrissene Wissensfelder, Kraft und Produktion, Zeichen und Speicher sowie Rechnen und Steuern, liegen in dunklem Raum. Zwischen ihnen erscheint die Analytische Maschine, unten links steht ihre Erklärung. Eine gestrichelte Linie zeigt die frühere Form des größten Wissensfelds.
Neue Information verändert die bestehende Ordnung. Ausschnitt aus der Werkfassung.

Kuratierter Ausschnitt ansehen · 4 Minuten 40 Sekunden

Kuratierter Ausschnitt: 18 Einträge werden einzeln vorgestellt. Der Überblick am Ende zeigt alle 1.208 Einträge des Gesamtwerks als Punkte. Der Ausschnitt läuft im Browser, ohne Video und ohne externe Dienste. Die vollständige Installation ist nach Absprache zu sehen. Die Live-Performance ist in Vorbereitung; Termin und Form stimmen wir bei Interesse gemeinsam ab. Anfragen an info@rabbitopia.de.

„Mensch und Maschine“ folgt der technischen Entwicklung von frühen Werkzeugen bis in die Gegenwart. Eine gemeinsame Zeitachse führt von der Vorzeit bis 2026. In ihr erscheinen nach und nach Einträge: Werkzeuge, Maschinen, Verfahren, Personen, Ereignisse.

Informationen treten hervor, verdichten sich zu Wissensfeldern und verändern die bestehende Ordnung. 1.208 historische Einträge bilden eine sich wandelnde Wissenslandschaft. Die Wissensfelder liegen als Flächen um die Punkte, teilen sich und verbinden sich neu, etwa Kraft und Produktion, Netze und Übertragung oder Lernende Verfahren. Im Endbild stehen acht Wissensfelder. Zuordnungen und Konturen sind kuratierte Deutung, keine gemessene Grenze. Dokumentiert sind 680 Verbindungen zwischen Einträgen; die thematischen Zuordnungen werden separat geführt.

Die Arbeit verbindet historische Einträge aus ausgewählten Quellen. Auswahl, Anordnung und die sich wandelnden Wissensfelder sind Teil der künstlerischen Gestaltung. Sie machen sichtbar, wie Wissen wächst, sich verbindet und neu ordnet.

  • 1.208 Einträge
  • 8 Felder im Endbild
  • 18 einzeln im Ausschnitt

Werk in Entwicklung · Stand September 2026

Denkrichtung

  1. Information
  2. Beziehung
  3. Struktur
  4. Emergenz (noch nicht umgesetzt)
  5. Transformation (noch nicht umgesetzt)

Hell steht, was die Arbeit heute zeigt. Gedämpft steht, was noch nicht umgesetzt ist.

Mensch, Bass und Maschine

Live-Performance · in Vorbereitung · geplant etwa 60 Minuten

Thomas Haase spielt Bassgitarre. Ein Looper nimmt den Klang auf und wiederholt ihn, auch wenn Thomas aufhört zu spielen. Neue Einsätze ergänzen das Material oder verändern es. Pausen und Stille gehören dazu.

Währenddessen wächst und ordnet sich die Wissenswelt neu. Die Aufführung macht hörbar und sichtbar, was ein Mensch tut und was eine Maschine davon behält. Die geplante Live-Fassung ist eine experimentelle Performance, in der das Zusammenspiel von Klang und Bild erprobt wird.

Installation
Läuft selbstständig und ohne Ton. Die vollständige Fassung dauert 2 Stunden 43 Minuten, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Live-Performance
Mit Bassgitarre und Looper, geplant sind etwa 60 Minuten. In Vorbereitung.
Schwarzweißporträt von Thomas Haase
Foto: Tony Findeisen

Hinter Rabbitopia steht Thomas Haase. Er lebt und arbeitet in Dresden und studiert in Merseburg.

Seit 2005 entwickelt er Websites und digitale Werkzeuge für Unternehmen und Organisationen. Oft geht es dabei um dieselbe Aufgabe: verstreute Angaben so zu ordnen, dass Menschen damit arbeiten können. Mit Rabbitopia verfolgt er die Fragen, die in dieser Arbeit offen bleiben. Wie wird aus Information Wissen? Was verändert sich, wenn Maschinen einen Teil dieser Ordnung übernehmen?

Thomas Haase spielt auf einer Bühne im blauen Scheinwerferlicht und Nebel eine Bassgitarre.
Thomas Haase am Bass bei Q.Et.Al, Archivaufnahme
Foto: Privatarchiv

Bei der Dresdner Band Q.Et.Al spielte er Bassgitarre und sang Backingvocals. Bis 2005 betreute er auch Management und Booking der Band und organisierte Konzerte.

Thomas Haase gehörte zu den Initiatoren der Projektreihe „Sachsen im Dialog“ beim Dresdner Verein Kultur Aktiv und übernahm gemeinsam mit einer Kollegin die Projektkoordination. Die Reihe brachte Menschen aus unterschiedlichen Regionen Sachsens über gesellschaftlichen Wandel ins Gespräch – unter anderem durch Bürgerjournalismus, Dialogwanderungen und biografische Kurzfilme. Später war er auch Vorsitzender des Vereins.

Thomas Haase konzipiert und entwickelt die Arbeiten von Rabbitopia. Er verbindet seine technische Praxis mit künstlerischen Fragen zur Organisation von Wissen und zum Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.

Abseits seiner Arbeit geht er mit der BSG Bergsucht bergsteigen.

Konzept und Umsetzung der Arbeit: Rabbitopia.

Für Gespräche über eine Arbeit, Anfragen zu Präsentationen und Fragen zum Werk:

info@rabbitopia.de